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22Aug/11Off

Bessere Lernerfolge dank der Vastu-Lehre?

Vastu ist eine Lehre, die aus der altindischen Tempelgestaltung hervorgegangen ist und zunächst die Berücksichtigung der Himmelsrichtungen und der Raumgestaltungen auf das menschliche, auch spirituelle Empfinden betont. Damit hat Vastu große Ähnlichkeit mit dem chinesischen Feng Shui. Man hat bei der Forschung über die altindische Lehre festgestellt, dass ähnliche Prinzipien auch in Europa seit mehreren Jahrtausenden angewandt wurden. Inzwischen nutzen Wohndesigner Vastu, um konzentriertes Lernen und Arbeiten zu ermöglichen.

Die Grundprinzipien von Vastu

Die Himmelsrichtungen wirken auf verschiedene Weise positiv oder negativ auf den Menschen, vor allem durch den Einfluss von Sonne, Mond und Planeten. Daneben werden die Elemente Erde, Feuer, Wasser und Luft berücksichtigt. Moderne Raumgestaltung nutzt diese Erkenntnisse und stellt eine Harmonie zwischen Wohn- und Arbeitsumgebung und menschlicher Natur her. Die Architektur nutzt diese Prinzipien weltweit und im Grunde schon immer. Das Besondere an der Vastu-Lehre ist die Zuordnung von individuellen Qualitäten zu einer Himmelsrichtung (es werden insgesamt acht Richtungen unterschieden). Die Nebenrichtungen sind bedeutsamer als die Hauptrichtungen Norden, Süden, Osten und Westen, denn in den Nebenrichtungen verbinden sich die Eigenschaften von Hauptrichtungen. Die Richtung der Sonne - damit des Ostens und Südostens - spielt im Vastu eine überragende Rolle. Es wird den Sonnenstrahlen bei unterschiedlichem Sonnenstand eine Bedeutung für den Körperstoffwechsel des Menschen zugeordnet. Entsprechend sollen Gebäuden angeordnet werden, um Gesundheit und Vitalität des Menschen zu fördern.

Lernen und Arbeiten mit Vastu

Europäer richten sich eher suboptimal ein, wenn man die Lehren des Vastu zugrunde legt. Wenn dann auch noch ein abgetrenntes Arbeitszimmer fehlt, kann die Konzentration auf Lerninhalte sehr schwer fallen. Daher wird empfohlen, Räume mit sehr wenigen Mitteln optimaler zu gestalten, die Ergebnisse sind oft durchschlagend. Zwei Dinge sind vonnöten: klare Strukturen und Formen und vor allem das Beachten von Himmelsrichtungen. Damit wird der Geist am Arbeitsplatz frei, Kreativität und Konzentration entfalten sich. Schüler können aus dem Stand bessere Noten erzielen. Zu den klaren Formen gehört: Das Arbeitszimmer sollte weit entfernt von der Haustür liegen, quadratisch, mindestens aber rechteckig sein. Jegliche Balken durch den Raum, Schrägen, tief hängende Decken sind zu vermeiden. Wenn es nur einen "schrägen" Raum gibt, kann die gerade Struktur durch Trennwände - es reichen Regale als Raumteiler - geschaffen werden.
Lernen soll besser im Norden stattfinden, dem Planeten Jupiter zugewandt, der gemäß der Lehre des Vastu für Lernen und Weisheit steht. Geschäfte, Telefonate und Verhandlungen finden dagegen eher im Süden oder Südwesten statt. Am Schreibtisch soll das Gesicht in Richtung Osten weisen, aber niemals auf eine Wand schauen.

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